- Acht Wochen in der alten Wohnung
Zur Nennung der Eckdaten: Am 19.01.2005 bin ich nach Berlin gezogen, vorläufig zum Potsdamer Platz, gegenüber vom Bundesrat in eigentlich ziemlich guter Lage! Doch was schon von vorn herein irgendwie nicht gepasst hat war mein Mitbewohner, Michael Schimansky (Putzkrank, Krankenpfleger in der Charite und davor bei der Bundeswehr).
Also wie sollte ich ihn beschreiben?! Nach meinem Einzug lief alles ganz grandios, ich hatte meine Ruhe. Michael war über den nen halben Tag auf der Arbeit und ich hatte genug damit zu tun die Stadt zu erkunden. Doch wenn man so ziemlich jeden Tag in der Woche und erst recht am Wochenende die Clubs der Stadt erforschen geht, zieht man wohl zwangsläufig den Neid seines Mitbewohners auf sich.
Leider machte mich Michael nicht auf diese Unstimmigkeiten ausmerksam und so brauchte es lange bis er mir offenbarte, dass wir wohl nicht "so gut zusammenpassen würden" (klang wie Bettgeflüster) und ich mir doch am besten eine neue Bleibe suchen sollte - diese Aussage, komplett ohne Vorwarnung, Ermahnung o.ä. verwirrte mich dann doch schon ein wenig.
Auch nach längerer Diskussion lies er sich nicht von dem Punkt abbringen, mich weiterhin bei sich wohnen zu lassen. So kam es wie es kommen musste: Ich muss sich wieder im Internet um geeigneten Wohnraum bemühen!
Lange Rede, kurzer Sinn - glücklicherweise fand ich nach einer Woche voller Besichtigungen ein 27qm Zimmer einer 3-Raum-Wohnung in Prenzl’Berg, welche ich mir zusammen mit Saskia (24 Jahre alt, Studentin, sehr aufstrebend und den ganzen Tag im Auftrag der Medizin unterwegs) bewohne. Sie unterrichtet nebenbei an einer Privatschule fachbezogenen Medizinkenntnisse.
- Erste Woche in der neuen Wohnung
Auspacken, einräumen, kennenlernen lautet das Motto in der ersten Woche der Berliner Straße 70 - sowohl von meiner Seite als auch von Saskia’s. Sie hat es mir auch nicht übel genommen, dass ich mit meinen Eltern und meinem Bruder für die ersten Tage hier eingezogen bin. Sie wollte mich umbedingt besuchen und es hat ihn auch nicht gestört, dass es genau die die Auszug-Umzugsphase gefallen ist. Danke nochmal an meine Eltern und meinen Bruder die mich beim Umzug tatkräftig unterstützt haben!
Leider hat Saskia nur wenig Zeit gefunden mir ein bisschen die Handhabung der Wohnung zu erklären, doch diesmal sind wir so frei und ungezwungen alles selbst herauszufinden und sich einzuleben zu dürfen!
Sogleich merkt man das hier eine viel lockere Lebensart als noch in Mitte herrscht, zumindest zwischen mir und Saskia. Hier gibt es keinen strickt getrennten Kühlschrank, keine Putzordnung oder etwaige Trennungen der Lebensmittel, Badartikel oder Räume - frei nach dem Motto: ”Wir wissen doch was uns gehört, warum müssen wir es dann auch noch weit auseinander schieben, sieht immer so aus als wenn wir uns nicht abkönnten”, so sagte es Saskia gleich am ersten Abend!