Bremerhaven vereinigt sich - …in Berlin!
uncleboob
Solch schwerfälliges aber enspanntes Atmen fällt mir in gleich zwei Zusammenhängen ein: Das Wetter ist hochsommerlich und das gefällt womöglich nicht jedem und mein Besuch ist endlich wieder gegangen.
Seit meinem letzten Eintrag am Freitag den 20.05 ist einiges passiert und das möchte ich euch nicht vorenthalten! Am besten ziehe ich mein T-Shirt aus, lockere die Hose (vor Hitze) und setze mir 2 Kinder auf die Schenkel und erzähle meine Geschichten:
- Galgenfrist
Ich blicke meinem Schicksal eisern entgegen, ich habe es selbst zu verantworten! Dieses Wochenende wird also das letzte voller Privatsphäre, mit alleiniger Herrschaft im Bett und Hosenzwang. Drum habe ich ein letztes mal am Samstag das Matrix in der Warschauer Straße besucht.
Am schlimmsten ist nach einer Disconacht die Fahrt mit der S-Bahn, vergleichbar mit einer Busfahrt vom Planet nach Hause. Leider darf man in der Ringbahn nicht einschlafen, die richtige Station wäre auf jeden Fall verpasst!
Grundsätzlich aber ein Discobesuch nach meinem Geschmack, halb nackte Mädels und eiskaltes Corona.
- Eintreffen der Orc’s
Mittwoch:
Der Sturm auf die Bastille durch die gemeinen und pubertierenden Orc’s. Repräsentiert durch meinen Bruder und seinen getreuen Klassenkameraden. Die beiden haben sich den Weg nach Berlin durch eine extrem skrupellose Reisevermittler-Bande der "BerlinerBusLinie" erkauft.
Angekommen am Funkturm (ICC-Messegelände) und nur noch durch einige Stationen der lokalen automatisierten Kurzstreckentransportgesellschaft "U-Bahn" von meiner Heilen-Welt getrennt war es nur eine Frage der Zeit.
Die Belagerung beginnt. Die beiden kaufen Bier und grunzen vor sich hin wie laaaang der Weg war (7 Stunden) und wie fertig die beiden Jung-Orc’s doch sind. An diesem Abend wurde also nur der Gastgeber geärgert, zum Pizza holen getrieben und mit stinkenden Socken beworfen.
Donnerstag:
Jung-Orc’s kennen die Gefahren der Großstadt oft nicht und bringen sich durch ihren Leichtsinn oft in große Gefahr (ist in der Orc-Fachliteratur nachzulesen). Dennoch wollten die beiden die Stadt auf eigene Faust erkunden und wurden von mir selbstverständlich gelassen.
Ich hatte zu der Zeit ein Vorstellungsgespräch in einer Start-Up Firma für die Vermittlung von Soft-Skills.
- Fortsetzung:
Am Abend wurde ich von der zweiten Besuchergruppe des GJR Schiffdorf (Gemeinde Jungendring) heimgesucht. Torben Oetting, Stefan Brüning und Kai Bolte haben mich und meine Lebensumstände genau unter die Lupe genommen. Für mich war das extrem spannend Neuigkeiten über Schiffdorf und die Bewohnerschaft zu erfahren! Danach gings ab auf die Kneipenmeile Prenzl’Berg’s, vorbei an Bruno’s, dem Stahlrohr und Rainbow XXL - für die homosexuelle Männergesellschaft die absoluten Szeneläden!
Stefan äußerte Clubwünsche Richtung: Ska-Punk-Live-Szene-Laden - eine Herausforderung für mich auf die ich spontan keine Idee hatte.
Durch die massive Trunkenheit am Vorabend startete der Freitag nicht vor 14h und beschränkte sich auch nur auf Katerfrühstück und Fernsehen.
Am Abend wurde ein weitererer Partyrundgang mit der Besatzung der MS-GJR gestartet, diesmal in die Oranienburger-Straße - eine Art Extreme-Alte-Bürger. Durch die Hitze war die ganze Nacht so gutes Wetter, dass sich alles auf der Straße abspielte. Strandbars und abgerissene Hinterhofkneipen - als Ska-Punk-Live-Liebhaber entschied man sich sogleich für den Hinterhof! Ich hoffe mit dieser Kneipenmeile konnte ich ein bisschen Lob für mich verbuchen…
- Für die Zukunft
Ab dem 1. Juni bin ich für über 2 Monate allein Zuhause. Saskia geht nach Dublin und muss dort in einem Krankenhaus weitere Praktika absolvieren. Jeder Berlin-Interessent ist herzlich eingeladen einige Tage im schönen Prenzl’Berg auszuspannen und die Großstadt zu genießen!
Nächsten Dienstag, den 7. Juni fange ich dann bei dem Soft-Skill-Unternehmen an, ich wurde immer wieder auf meine Gehaltswünsche angesprochen, habe aber keinen blassen Schimmer was ich dort verlangen sollte. Ne Idee?
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