Jetzt sind schon so viele Tage vergangen und ich habe mich nicht dazu bequemt etwas zu schreiben bzw. schöner im Blog zu machen. Tztz, vielleicht liegt es ja dran, dass der Sommer eingekehrt ist und keine Zeit zum schreiben bleibt?!
Aber jetzt ist die Zeit gekommen zu erzählen wie ich meine Zeit hier, in Bremerhaven und den Wegen dazwischen zugebracht habe!
- Der lange Weg nach Bremerhaven
Wie schon erzählt habe ich mir über die Mitfahrzentrale eine Hin- und Rückfahrt-Möglichkeit organisiert so das sich kurzfristig eine Reise nach Bremerhaven machen ließ.
Mein Fahrer für die Hinfahrt war Uli, 50 Jahre alt, Selbstständig aus Bremen. Wir sind in Berlin-Buch gestartet und die ganze Fahrt war es sehr komfortabel in seinem VW Passat mit allen Annehmlichkeiten. Auch im Gespräch über Berlin, Bremen und seinen Job und war Uli erträglich.
Mein Bruder gab mir den guten Ratschlag: “Wenn er von der Autobahn abbiegt und langsam die Hose aufknöpft, lass es mit dir machen sonst nimmt er dich nicht mit.”
Nach nur 3 Stunden Fahrzeit über Hamburg hat mich Uli sicher und ohne sexuelle Übergriffe in Bremen-HBF abgeliefert!
- Eingeteilte Freizeit und arbeiten, hart wie in einer Mine
Zuhause angekommen wurde mir im eigenen Haus das Gästezimmer angeboten und ich wurde sofort zur Arbeit gerufen. “Gut das du hier bist Junge – dann kannst du gleich anfangen deine Sachen vom Dachboden auszusortieren.”
Alleine das sortieren hat sehr lange gedauert und alles war sehr staubig. Doch diese Massen noch ganz durchs Haus und in einen Anhänger zu verstauen, schaffte mich vollends und ich fiel totmüde um halb 3, nach einem Besuch in der Nachtschicht und ‘ner kleinen Party, ins Bett.
Samstag war dann der letzte Tag Freizeit für mich angesagt. Auf Grund meiner guten Eigenschaften als Dachbodenentrümpler wurde ich ab Montag zu 100% eingesetzt. Bei meiner Tante konnte gleich der ganze Dachboden ausgeräumt werden.
Lediglich zu einem Besuch bei Nils konnte ich mich noch hinreissen lassen und auf seinem Balkon einige Bier zu trinken.
- Rückfahrt im Daihatsu Coure + Thomas

Ein Daihatsu Cuore in Topzustand
Auf Grund der guten Erfahrungen auf der Hinfahrt freute ich mich richtig auf die Rückfahrt in ähnlichem Komfort und schneller Fahrt. Leider wurde ich enttäuscht und wurde mit Sack und Pack in einen Daihatsu Coure gesteckt.
Der Start bzw. das starten des Motors verlief ein bisschen ruckhaft und bei der Fahrt auf die Autobahn wurde ich mit lächerlichen 90 km / h überrascht.
Na klasse! 90 km / h, Thomas der Supernerd (nur eine kleine Reisetasche aber den kompletten PC dabei) in einem Coure – auf dem Weg nach Berlin. Nach 30 gefahrenen Kilometern (also etwa 45 Minuten im Auto) stank es sehr verdächtig nach Gummi – nach 35 Kilometern platze dann ein hinterer Reifen und ich musste auf dem Seitenstreifen Zwangspause einlegen.
Kritisch habe ich den Reifenwechsel von Thomas beobachtet und alles für richtig befunden. Es ging weiter im Schneckentempo nach Berlin.
Thomas war leicher auch nicht so kommunikativ wie Uli – der von der Hinfahrt.
Heißt also, ich habe 5 1/2 Stunden in diesem superwarmen Auto so langsam es nur möglich ist den Spiegel gelesen und 300 mal probiert zu schlafen.