Man mag es kaum glauben, ein ganzes Jahr! Am 18. Januar 2005 habe ich meine Sachen in einen großen Anhänger gepackt und habe mich auf den Weg ins 400 Kilometer entfernte Berlin gemacht.
Die Höhen und Tiefen meines ersten Jahres – ohne den Rockzipfel von Mama und den Gürtel von Papa möchte ich hier noch einmal Revue passieren lassen!
- Wer sich zu lange am gleichen Fleck aufhält ist ein Spießer
1 Jahr, 3 Umzüge = Normal?! Also für meine Verhältnisse schon!
1. Wohnhaft – Leipziger Straße 117 – Bezirk: Mitte

Trüber Blick auf mein erstes Zimmer in Berlin
Am 18. Januar bin ich in direkter Nähe zum Potsdamer Platz bei Michael X. eingezogen, einem 22-jährigen Krankenpfleger in der Charité.
Tolle Wohnlage mit 2 Zimmern (insgesamt 31qm) für 300 Euro all inclusive! Preis unschlagbar, Mitbewohner schlagbar.
Als Wessi oder “Neuossi” hat man so seine Vorstellungen von der Ostbevölkerung: Faul, dreckig, nie ‘ne Mark in der Tasche und diese Sprache, pfui! Michael war da anders. Zugewiesen wurde mir die Hälfte des Kühlschranks, ein Teil des Badschranks und 2 Haken an der Gardrobe. Der Putzplan wurde mir gleich am 18. Januar abends überreicht, Sonntags – im Wechsel – Bad- und Küchenreinigung, also doch typisch Ossi – pfui! 3 Monate ging das auch ganz gut so, doch Michael ergreift der Neid: “Sönke pennt so lange, nach dem Kochen ist nix sauber, da sind Haare im Waschbecken, blablabla – ich bin doch nicht mit ‘nem Mädchen zusammen gezogen?!”
Nach 4 Monaten habe ich dann meine Sachen gepackt und bin ausgezogen – meine erste lobenswerte Entscheidung in Berlin!
10 WG’s angeschaut, nur 2 brauchbare entdeckt – Saskia lässt mich bei sich einziehen.
Nachdem ich meinen Eltern vom bevorstehenden Umzug erzählte habe waren Herr und Frau “gutbürgerlich” echt entsetzt: “4 Monate und schon wieder umziehen? Die Möbel machen das nicht mehr mit! Woran hats mit Michael gelegen?! Quack, Quack, Quack.”
Der Umzug stand in 4 Tagen an und Sönke (Spitzname: “Kein Problem”) hatte 2 Umzugshelfer aufgetan und war guter Dinge das schon schaukeln zu können. Leider entpuppte sich so ein Umzug als umfangreicheres Unternehmen als gedacht und deshalb darf ich mir von meinem Vater noch heute anhören: “Und du wolltest in der U-Bahn umziehen. Wenn wir nicht gekommen wären….” Danke Mama und Papa

Küchenansicht der zweiten Wohnung in der Berliner Straße
Wohnhaft – Berliner Straße 70 – Bezirk: Prenzlauer Berg
Angekommen bei Saskia (27qm = 300 Euro all inclusive) wurde mir klar, wie eine WG auch aussehen kann: Lockerer Umgang mit dem Kühlschrank, teilen der Nahrungsmittel und ein total relaxtes Klima.
Als “Danke das ich hier wohnen darf”-Geschenk lud ich Saskia auf die Echo-After-Show-Party ein. Die Zeit mit Saskia verflog schnell und in dieser Zeit bekam ich in Berlin meinen ersten Job, den ich auch jetzt noch Verfolge. Richtig Ruhe hatte ich in meinen 5 Monaten Aufenthalt als Saskia sich für 2 Monaten nach New-Orleans absetzte. Leider wurde diese WG am 1. November aufgelöst und die Miete steig zu der Zeit um 100 Euro und das ware einfach zu teuer für dieses Objekt.
Wohnhaft – Danziger Straße – Bezirk: Prenzlauer Berg
(Aus Gründen einiger Außenstände bei Saskia kann ich leider hier die Hausnummer nicht schreiben Sorry Saskia)
Ich bin wieder umgezogen – aber ohne die Hilfe von Mama und Papa! Der Prenzlauer Berg ist ein wunderschöner Stadtteil und deshalb konnte ich mir keine nichts anderes vorstellen als dort zu bleiben. Jetzt wohne ich mit Dana zusammen (siehe unten), sie studiert Japanologie, was ich eher für ein Alibi-Studium halte! In der Danziger Straße bewohne ich das schönste Zimmer mit der besten Mitbewohnerin…bis jetzt. Die
se war auch die erste Wohnung, wo ich vieles selbst mit eingebracht habe, also Küchen-Möbel und Bad-Armaturen.
Dana nimmt mich oft mit auf Parties, die leider manchmal sehr eigenwillig sind, sprich Gothic-Parties in alten Schlachtereien und spießigste WG-Parties.
Die Miete hält sich wie bei allen anderen Wohnungen bei 300 Euro und das soll auch so bleiben







