Aug
03
2005
2

Absturz, die liebe Arbeit und mein neues Rad

Mhh Mhh Mhhhhhh!

Ein Gespenst steht rum in Berlin. Er nistet in Betonwüsten an den zerfransten Rändern Berlin’s. Er kriegt dauernd Kinder mit wechselnden Partnerinnen, aber sonst nichts auf die Reihe außer der Busfahrt zum Sozialamt. Es riecht nach Bier, trägt Blousons aus Ballonseide und verkloppt seine Stütze am liebsten in gastronomischen Kleinstbetrieben, die zumeist ‘Uschi’s Bowling-Butze’ heißen. Man erkennt ihn an seiner profunden Kenntnis über Handy-Klingeltöne und Piercing-Methoden, Videospiele und Steiß-Tätowierungen.
Noch einfacher fällt die Identifikation an den kurzen braunen Augen und Haaren, den 1,93m Körpergröße und spitzenmäßigem Körperbau! In Berlin mag diese Erscheinung kein Einzelfall zu sein, vielleicht ist gerade das der Grund für meine Maßlosigkeit. Es könnte aber auch an der Abwesenheit von Saskia Christ liegen. Ganz unter uns: JA, DAS IST ES!
Es liegt an einer Frau im Haus, eine die einen fest an den Eiern hat und von selbst zum putzen bringt!
Vor mehr als 2 Monaten ist Saskia nach Dublin gefahren und exakt seit diesem Zeitpunkt sieht es in der Berliner Straße 70 aus wie Schwein: Spüle voll, Kühlschrank leer, Bierflaschen überall und erschreckend wenig Wasserverbrauch im Badezimmer. Männerhaushalt eben! Doch bald endet die Zeit der Pizzapappen, der 2-5 Tage getragenen Unterhosen – alles in allem also: Die Zeit des Spaßes!

  • Der tiefe Fall ins Sommerloch!

Während andere im See schwimmen, sich am Deich bräunen oder ihre Freundin nehmen, muss ich arbeiten! Ja – a-r-b-e-i-t-e-n – und das fast ausschließlich am Wochenende. Server installieren, Benutzer einrichten, email-Mist, Daten sichern… also unendlich langweilig! Aber Geld ist Geld und ganz leugnen, dass es auch Spaß macht kann ich nicht. Junge nette Kollegen habe ich und Spiel- und Sport wird dort wirklich sehr groß Geschrieben.

  • Ein neues Fahrrad

Ich habe mir ein neues Fahrrad gekauft. Leider ein wenig zu klein (26″), aber dafür ein wirkliches Schnäppchen! Es handelt sich um ein Mountain-Bike von H&H(?!) mit guter Schaltung, strammen Bremsen und Schloss für unglaubliche: 50 Euro. Jetzt überlege ich ob das Fahrrad wieder in die Zeitung soll, es lässt sich sicher ein viel höherer Preis erzielen (~120 Euro). Ich werde es mir überlegen.

Das obligatorische Fahrrad-Flash-Movie habe ich dennoch angelegt!

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Jul
03
2005
0

Heal the world – LIVE AID live in Berlin

Schande über mein Haupt! – So lange nicht zu schreiben ist schon enttäuschend für euch und unterbewusst auch für mich! Entschuldigt bitte für diese Gemeinheit von mir! Nun kommen wir nach den Entschuldigungen schnell zur Berichterstattung:

  • Bremerhaven hatte mich wieder – wenn auch nur kurz

BerlinBusLinien: Immer ein Freudenspender

Zum Geburtstag meiner Mutti habe ich eine Woche Urlaub in Bremerhaven gemacht. Wie schon die letzten beiden Male wollte ich wieder die Dienste der Mitfahrzentrale in Anspruch nehmen. Leider waren für diese Zeit keine Angebote eingetragen, wodurch ich mich auf Empfehlung meines Bruders bei BerlinBusLinien (oder Berlin Linien Bus (oder Berliner Linienbus)) einen Platz reservierte. Die Fahrt sollte 8 Stunden dauern, am ZOB starten und über insgesamt 7 Zwischenstopps von Berlin nach Bremerhaven HBF führen.

Beim Live Aid im Tiergarten

Angekommen am ZOB iCC-Berlin erwartete mich ein halbvoller Bus liebeswerter RentnerInnen auf einem Urlaubsausflug von Berlin nach Hannover. Gemein nur das Busausflügler meist sowieso einen Hang zum Alkohol haben, auf Busreisen kommt er dann vollends zur Entfaltung. Damen jenseits der 70 randvoll mit Feigling – eine explosive Mischung! Schnatternde und johlende Gänseweiber, in der Lautstärke eines Bundeswehroffiziers beim Morgenappell. Zu meinem Glück hatte ich ein Hörbuch von Stephen King: Friedhof des Grauens, auf meinem mp3-Player so das 4 von 8 Stunden gut zu ertragen waren. Zu meinem Unglück konnte ich leider den Sitz nicht nach hinten lassen, weil Frau Obergans mit ihren 130 Kilo hinter mir sitzen musste und ohne Sitzverstellung schon eingeklemmt war.
Die Fahrt war leider nicht im Ansatz unterhaltsam sondern einfach nur Grausam.

  • Die Mücken werden des Menschen Untergang sein! – Plato(428-348 vor Chr.)

Es ist schönes Wetter und die Parks locken mit blühender Landschaft, ideale Zeit zum sonnen! Bei mir in der Nähe ist ein wunderschöner Park mit großem Spielplatz und massig Sportmöglichkeiten! Dieses Gebiet haben auch die Mücken für sich entdeckt und fallen in Scharen über die Besucher her! Nach dem Sonnenbaden habe ich mich eigentlich nicht unwohl gefühlt, aber Zuhause angekommen bin ich fast verrückt geworden vor lauter Mückenstichen und Juck-Attacken – kalt gebadet habe ich, mit Spucke habe ich es probiert, mal habe ich gekratzt, mal nicht – es wurde einfach nicht besser. Der Zeitpunkt war außerdem ganz klasse gewählt, Samstagabend ging es mir schlecht, heißt also: Den unendlich langen Sonntag zu überstehen und erst am Montag zur Apotheke zu gehen. Bis jetzt habe ich mich auch noch nicht wieder gesonnt!

  • LIVE AID

Der Reporter von RTL hat gesagt: LIVE 8, wie Woodstock – davon wird man noch in 10 Jahren erzählen! – und ich glaube das stimmt!
An diesem Tag bin ich eigentlich ziemlich spät aufgestanden, so gegen 11h – dann auf zum Getränkehandel: Bier kaufen. – ist ja LIVE AID! Ein bisschen essen, Tasche packen und auf gehts – LIVE AID ich komme!
Angekommen im völlig überfüllten Bahnhof Potsdamer Platz. Alle drängen in Richtung Brandenburger Tor, die Musik ist überall zu hören. Am Holocaust Mahnmal waren nur noch Menschen zu sehen, langsam schob sich die Schlange auf die Straße-des-17.-Juni – und da war es zu sehen, dass ganze Ausmaß der Veranstaltung. Die Straße war komplett gefüllt und Videoleinwände und Lautsprecher säumten den Weg. In 2 Kilometer Entfernung waren die Umrisse der Bühne zu sehen.
Ich kämpfe mich mal auf der Straße, mal durch den Tiergarten voran. Dann endlich konnte ich die Künstler sehen – Green Day!
Ich war nie auf der Love-Parade, aber ich kann mir gut vorstellen das es auch dort so aussehen muss. Die Leute saßen auf den Laternenmasten und Chemietoiletten. Zu meinem Verhängnis musste ich in meiner grenzenlosen Trunksucht gleich 3 Bier mitnehmen und mir dort noch ein weiteres kaufen: 4 Bier + 30°C = Sönke tritt gegen halb 7 den Rückweg an.
Ein Konzert der absoluten Extraklasse, kostenlos und doch unbezahlbar dort gewesen zu sein!

Ich habe einige Bilder gemacht die in der Gallery zu bewundern sind. Das letzte Bild zeigt mich mit Max, einer der ersten Personen die ich in Prenzl’Berg kennen gelernt habe und einer der Nettesten!

Jun
09
2005
1

Eine Sorge mehr, eine Sorge weniger!

Kaum kann man etwas für dich verbuchen, so verfällt etwas anderes aufs bitterste!
Diese Woche ist es mir leider so ergangen:

  • suck it all out of the music film industry

'Suck it all out of the music industry'

Wie ich euch vor Wochen unterbreitete, war es mir leider nicht mehr möglich irgendwelche Sachen runterzuladen. Die 2 Gigabyte Grenze hat mir schon schwer zu schaffen gemacht und meinen natürlich Internet Spieltrieb massiv eingeschränkt!
Aber meine Nachbarn hatten ein Herz und noch kein WLAN! Also ich kann nicht genau sagen wer sich bei uns im Haus eine Flatrate und einen WLAN-Router gekauft hat – das einzige was ich sagen kann ist: Sie wollen nur surfen und legen auf Sicherheit keinen Wert! Ich bin also wieder ganz glücklich über das uneingeschränkt Surfvergnügen und hoffe das es noch lange anhält (und meine Nachbarn wirklich eine FLATRATE haben).

  • The Final Ride? – Sadly yes

Manch eine schöne Stunde durfte ich mit ihm verbringen. Schnell und sicher hat es mich zum Ziel geleitet. Es war nicht nur ein willenloses Alu-Gerüst, es war mehr als das – eine Maschine-der-Liebe ist es gewesen: MEIN F A H R R A D!

Geklaut, geraubt, weggenommen – zerlegt, geschändet, wahrscheinlich in ‘nem Kellerraum – in Teilen, verkauft und nieee mehr vereint!

Diese mieses Schweine sollen in der Hölle braten – sofort! Ich will mein Rad zurück. Ein wirklich mieses Gefühl nicht sofort auf sein Fahrrad springen zu können und loszuradeln. Jetzt muss ich mich sofort auf mein… ääähhhhäää… …zu Fuss auf den Weg machen und mir ein neues kaufen! Möglichst billig und wieder ein Rennrad wenns geht!
Ich hoffe auf euer Mitgefühl, evtl. habt ihr ja auch schon mal einen solche Situation erlebt.

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Mai
30
2005
7

Bremerhaven vereinigt sich – …in Berlin!

Solch schwerfälliges aber enspanntes Atmen fällt mir in gleich zwei Zusammenhängen ein: Das Wetter ist hochsommerlich und das gefällt womöglich nicht jedem und mein Besuch ist endlich wieder gegangen.

Seit meinem letzten Eintrag am Freitag den 20.05 ist einiges passiert und das möchte ich euch nicht vorenthalten! Am besten ziehe ich mein T-Shirt aus, lockere die Hose (vor Hitze) und setze mir 2 Kinder auf die Schenkel und erzähle meine Geschichten:

  • Galgenfrist

Ich blicke meinem Schicksal eisern entgegen, ich habe es selbst zu verantworten! Dieses Wochenende wird also das letzte voller Privatsphäre, mit alleiniger Herrschaft im Bett und Hosenzwang. Drum habe ich ein letztes mal am Samstag das Matrix in der Warschauer Straße besucht.
Am schlimmsten ist nach einer Disconacht die Fahrt mit der S-Bahn, vergleichbar mit einer Busfahrt vom Planet nach Hause. Leider darf man in der Ringbahn nicht einschlafen, die richtige Station wäre auf jeden Fall verpasst!
Grundsätzlich aber ein Discobesuch nach meinem Geschmack, halb nackte Mädels und eiskaltes Corona.

  • Eintreffen der Orc’s

Orcs aus dem Spiel Warhammer

Mittwoch:

Der Sturm auf die Bastille durch die gemeinen und pubertierenden Orc’s. Repräsentiert durch meinen Bruder und seinen getreuen Klassenkameraden. Die beiden haben sich den Weg nach Berlin durch eine extrem skrupellose Reisevermittler-Bande der “BerlinerBusLinie” erkauft.
Angekommen am Funkturm (ICC-Messegelände) und nur noch durch einige Stationen der lokalen automatisierten Kurzstreckentransportgesellschaft “U-Bahn” von meiner Heilen-Welt getrennt war es nur eine Frage der Zeit.

Die Belagerung beginnt. Die beiden kaufen Bier und grunzen vor sich hin wie laaaang der Weg war (7 Stunden) und wie fertig die beiden Jung-Orc’s doch sind. An diesem Abend wurde also nur der Gastgeber geärgert, zum Pizza holen getrieben und mit stinkenden Socken beworfen.

Donnerstag:

Jung-Orc’s kennen die Gefahren der Großstadt oft nicht und bringen sich durch ihren Leichtsinn oft in große Gefahr (ist in der Orc-Fachliteratur nachzulesen). Dennoch wollten die beiden die Stadt auf eigene Faust erkunden und wurden von mir selbstverständlich gelassen.
Ich hatte zu der Zeit ein Vorstellungsgespräch in einer Start-Up Firma für die Vermittlung von Soft-Skills.

  • Fortsetzung:

Kunsthaus Tachiles in der Oranienburger Straße

Am Abend wurde ich von der zweiten Besuchergruppe des GJR Schiffdorf (Gemeinde Jungendring) heimgesucht. Torben Oetting, Stefan Brüning und Kai  Bolte haben mich und meine Lebensumstände genau unter die Lupe genommen. Für mich war das extrem spannend Neuigkeiten über Schiffdorf und die Bewohnerschaft zu erfahren! Danach gings ab auf die Kneipenmeile Prenzl’Berg’s, vorbei an Bruno’s, dem Stahlrohr und Rainbow XXL – für die homosexuelle Männergesellschaft die absoluten Szeneläden!
Stefan äußerte Clubwünsche Richtung: Ska-Punk-Live-Szene-Laden – eine Herausforderung für mich auf die ich spontan keine Idee hatte.
Durch die massive Trunkenheit am Vorabend startete der Freitag nicht vor 14h und beschränkte sich auch nur auf Katerfrühstück und Fernsehen. Am Abend wurde ein weitererer Partyrundgang mit der Besatzung der MS-GJR gestartet, diesmal in die Oranienburger-Straße - eine Art Extreme-Alte-Bürger. Durch die Hitze war die ganze Nacht so gutes Wetter, dass sich alles auf der Straße abspielte. Strandbars und abgerissene Hinterhofkneipen – als Ska-Punk-Live-Liebhaber entschied man sich sogleich für den Hinterhof! Ich hoffe mit dieser Kneipenmeile konnte ich ein bisschen Lob für mich verbuchen…

  • Für die Zukunft

Ab dem 1. Juni bin ich für über 2 Monate allein Zuhause. Saskia geht nach Dublin und muss dort in einem Krankenhaus weitere Praktika absolvieren. Jeder Berlin-Interessent ist herzlich eingeladen einige Tage im schönen Prenzl’Berg auszuspannen und die Großstadt zu genießen!
Nächsten Dienstag, den 7. Juni fange ich dann bei dem Soft-Skill-Unternehmen an, ich wurde immer wieder auf meine Gehaltswünsche angesprochen, habe aber keinen blassen Schimmer was ich dort verlangen sollte. Ne Idee?

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